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Fahrt nach Vergina

Die bei Vergina gelegene antike Stadt erstreckte sich wahrscheinlich hauptsächlich nördlich von der Palastanlage. Zur Stadt gehörten mehrere Heiligtümer und ein Theater das in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. erbaut worden ist. Die Stadt scheint in der 1. Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. stark zerstört worden zu sein.

In der Umgebung von Vergina befinden sich neun Kammergräber aus makedonischer Zeit. Drei Gräber liegen unter einem großen Tumulus mit einem Durchmesser von damals 110 m und einer Höhe von über 12 m. Alle drei Gräber sind reich bemalt und mit vielen Grabbeigaben versehen.

Das größte Grab des großen Tumulus ist das sogenannte Philipp-Grab. Es ist in eine Vor- und Hauptkammer eingeteilt und besitzt eine Fassade mit ionischen Säulen, Pilastern und einem farbig bemalten Fries. Die Grabbeigaben des Philipp-Grabes sind sehr umfangreich. Sowohl in der Vorkammer als auch in der Hauptkammer befand sich unter anderem eine goldene Larnax, die mit einem Stern verziert war, dem sogenannten Stern von Vergina. Die Larnax in der Hauptkammer enthielt einen goldenen Eichenkranz und, ehemals eingewickelt in einem Purpurtuch, die verbrannten Gebeine eines Mannes. Die Gebeine werden Philipp II., Vater Alexander des Großen, zugeschrieben. Bei der Untersuchung der Skelettreste wurde durch den britischen Anthropologen Jonathan H. Musgrave eine verheilte Knochenwunde am rechten Auge festgestellt. Da überliefert wird, dass Philipp II. sein rechtes Auge bei der Schlacht von Methone 355/4 v. Chr. verlor, ist mit diesem Befund die Zugehörigkeit des Makedonenkönigs zu diesem Grab erklärt worden. Jedoch gilt dieser Zusammenhang als nicht gesichert. Andere weisen daraufhin, dass mit der Datierung des Grabes an sich eher Philipp III. Arrhidaios (352–317 v. Chr.), Halbbruder und Nachfolger Alexander des Großen, als Grabinhaber wahrscheinlich ist.

Neben dem Philipp-Grab finden sich in dem großen Tumulus das Prinzen- und das Persephone-Grab. Das Romaios- und das Eurydike-Grab liegen nördlich des Palastes. Vier weitere Kammergräber befanden sich westlich des Dorfes Palatitsa.

Die Gräber geben wichtige kulturgeschichtliche Hinweise auf die Selbstdarstellung der makedonischen Königsdynastie der Argeaden. Gegen die oft vertretene Meinung, Makedonien liege außerhalb des griechischen Kulturkreises präsentiert sich die Königsfamilie in den Grabmälern als Griechen: Grabbeigaben zeigen Jagd- und Kriegsszenen sowie Symposien als Teil des griechischen Lebens des Königs; Waffen und sogar Gebrauchsgegenstände wie Weinmischer (der beweisen sollte, dass auch die makedonische Dynastie wie die Griechen den Wein nicht pur trank) sind als Reminiszenzen an das klassische Griechenland, Kremierung und Beisetzung der Asche an die Vorbilder der homerischen Epen zu werten.



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